[Intro] Wenn die Stadt zerfällt, fällt nicht alles auf mich. Manches fällt nur endlich weg. [Verse 1] Der Himmel hängt tief über Dächern, die seit Jahren keiner zählt. Ein Kran bewegt sich leer im Wind, als hätte er sein Ziel verfehlt. Ich geh zur Mitte dieser Trümmer, wo der Brunnen trocken steht. Hier flüsterte mein altes Leben so lange, bis man sich versteht. [Pre-Chorus] Doch heute klingt sein Flüstern dünn, wie Draht, der im Regen bricht. Ich habe nichts mehr zu beweisen, nicht dir, nicht ihnen, nicht mir nicht. [Chorus] Wenn die Stadt zerfällt, dann steh ich mitten im Beben. Nicht weil ich unverwundbar bin, sondern weil ich willens bin zu leben. Wenn die Stadt zerfällt, nimmt sie ihre Lügen mit. Ich geh nicht unter ihren Steinen, ich geh durch ihren letzten Schnitt. [Verse 2] Die Wand mit deinem Namen reißt, ein langer Spalt geht quer hindurch. Ich sehe Buchstaben verschwinden, ohne Freude, ohne Furcht. Ein Fenster stürzt im Nebenhaus, und Staub steigt auf wie graues Meer. Ich halte meine Augen offen, denn Wegsehen brauch ich nicht mehr. [Pre-Chorus] Es gibt kein großes Donnerwort, kein Ende wie im alten Lied. Nur eine Frau mit festen Händen, die sich aus der Geschichte zieht. [Chorus] Wenn die Stadt zerfällt, dann steh ich mitten im Beben. Nicht weil ich unverwundbar bin, sondern weil ich willens bin zu leben. Wenn die Stadt zerfällt, nimmt sie ihre Lügen mit. Ich geh nicht unter ihren Steinen, ich geh durch ihren letzten Schnitt. [Orchestral Break] Streicher steigen aus dem Staub, Chöre tragen kalten Wind. Die Drums marschieren durch die Straßen, bis alle Mauern müde sind. [Breakdown] Fall, was fallen muss. Bleib, was Wahrheit ist. Brich, was mich klein hält. Schweig, was mich vergisst. Ich steh nicht gegen alles hier, ich steh für mich allein. Und wenn der letzte Stein sich löst, wird mein Atem lauter sein. [Guitar Solo] Gitarren schneiden durch den Rauch, der Bass rollt unter altem Stein. Die Stadt verliert ihr letztes Urteil, und ich geh nicht mehr hinein. [Final Chorus] Wenn die Stadt zerfällt, dann steh ich mitten im Beben. Nicht weil ich unverwundbar bin, sondern weil ich willens bin zu leben. Wenn die Stadt zerfällt, wird aus dem Lärm ein neuer Schritt. Ich geh nicht unter ihren Steinen, ich geh durch ihren letzten Schnitt. Wenn die Stadt zerfällt, bleibt nicht das Ende, nur der Raum. Ich trage mich aus ihren Straßen wie einen neu erwachten Traum. [Outro] Staub fällt langsam auf den Platz, die Luft wird hell und weit. Ich dreh mich einmal um, nicht länger, dann geh ich aus der Zeit.